Schiff&Hafen | Ausgabe 23/2025
Schiff und Hafen Kompakt 23/2025
Liebe Leserinnen und Leser,
dass in dieser Woche wenig von zukunftsweisenden Signalen von der Weltklimakon-
ferenz COP30 in Belém, Brasilien, zu lesen war, überrascht vermutlich kaum. Zu
sehr scheinen vermeintlich dringendere Themen die Berichterstattung über kli-
mapolitische Entwicklungen zu überlagern.
Dass der Kanzler die Schlagzeilen auf sich zieht, weil er unnötigerweise das Gast-
geberland brüskiert und auf seinem Rückflug die mitgereisten Journalisten in sein
fragwürdiges Gedankenkonstrukt mit einbezogen hat, dagegen schon. Solches Verhalten
lenkt vom eigentlichen Thema ab und schwächt die internationale Glaubwürdigkeit Deutschlands in einer Pha-
se, in der auch wichtige Klimaschutzentscheidungen erforderlich sind.
Gerade jetzt sind kluge Köpfe und umsichtig handelnde Staatschefs gefragt, die konstruktiv zusammenarbeiten,
statt diplomatische Spannungen zu erzeugen. Nur so können konkrete Fortschritte beim Klimaschutz und bei
globalen Vereinbarungen erzielt werden.
Zu den guten Nachrichten: Es gibt mehr Geld für die maritime Branche! Zwei Forschungs-, Entwicklungs- und
Innovationsprogramme wurden im Vergleich zum Regierungsentwurf mit rund 25 Mio. Euro aufgestockt (siehe
Newsticker). Damit stehen für Schiffbau und Meerestechnik fast 100 Mio. Euro Fördermittel zur Verfügung –
ein deutlicher Impuls, genau zur richtigen Zeit. Die Forschungslandschaft kann damit ihre Arbeit an innovativen
Projekten intensivieren und neue technologische Wege beschreiten, die die maritime Zukunft Deutschlands ge-
stalten. Es zeigt sich: Mit gezielter Unterstützung lassen sich Fortschritt, Wettbewerbsfähigkeit und Kooperation
zwischen Forschung und Industrie zugleich vorantreiben.
